Prag ist die Hauptstadt der Tschechischen Republik und für viele Reisende eine der schönsten Städte Europas. Der Beiname Goldene Stadt der hundert Türme stammt aus einer Zeit, in der die Kirchtürme und Kuppeln bei Sonnenuntergang tatsächlich golden schimmerten. Seit 1992 steht das historische Zentrum auf der UNESCO Welterbeliste. Wer durch die Altstadt läuft, merkt schnell warum: Romanik, Gotik, Renaissance, Barock und Jugendstil stehen hier oft im selben Straßenzug nebeneinander.
Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten
Ein guter Startpunkt ist die Karlsbrücke, eine der ältesten Steinbrücken Europas. Der Grundstein wurde 1357 gelegt, vor über 650 Jahren also. Unter der Brücke fließt die Moldau gemächlich durch die Stadt, über die Brücke selbst kommen nur Fußgänger, für Autos ist sie gesperrt. Schon von dort aus sieht man die Prager Burg über der Stadt aufragen. Mit knapp 70.000 Quadratmetern gilt sie laut Guinnessbuch der Rekorde als größte geschlossene Burganlage der Welt. Jahrhundertelang residierten hier Könige und später Kaiser, heute sitzt der tschechische Präsident in der Burg. Wer Zeit hat, sollte die Gartenanlagen rund um den Komplex nicht auslassen, sie sind deutlich ruhiger als der Burghof selbst.
Multikulturelle Hauptstadt Prag
Prag war jahrhundertelang eine Stadt, in der Tschechen, Deutsche und Juden nebeneinander lebten, arbeiteten und bauten. Diese Geschichte ist bis heute sichtbar, in der Architektur ebenso wie in den Straßennamen und Museen. Tagsüber ist die Innenstadt voller Touristen und Einheimischer, abends verschieben sich die Gassen der Kleinseite in etwas Ruhigeres. Am auffälligsten ist der Kontrast zwischen den mittelalterlichen Kirchen und den Glasfassaden moderner Bürogebäude, die in wenigen Metern Entfernung nebeneinanderstehen.
Barocke Architektur
Für Fans des böhmischen Barock lohnt sich die St.-Nikolaus-Kirche auf der Kleinseite. Sie ist kleiner als die bekanntesten Touristenziele der Stadt, hat es aber in sich: Das Deckenfresko „Apotheose des heiligen Nikolaus“, gemalt zwischen 1760 und 1761 von Johann Lucas Kracker, bedeckt eine Fläche von 1500 Quadratmetern und gehört damit zu den größten Deckengemälden Europas.
Direkt in der Prager Altstadt liegt das jüdische Viertel, auch Josefov genannt. Neben zahlreichen Synagogen findet man hier das Jüdische Rathaus, heute Sitz der jüdischen Gemeinde, das Geburtshaus von Franz Kafka und das Kunstgewerbemuseum.
Wer nicht gut zu Fuß ist oder die Stadt einfach aus einer anderen Perspektive sehen möchte, kann eine Schifffahrt über die Moldau unternehmen. Bei Kaffee und Kuchen oder einem kleinen Imbiss lässt sich die Stadt vom Wasser aus betrachten, meist begleitet von Erläuterungen zur Geschichte Prags.
Shopping & Nachtleben
Frühstück in Dresden, Mittagessen in Prag, anschließend Shopping in der Prager Neustadt: Die Strecke ist mit rund 140 Kilometern kurz genug, um Prag als Tagesausflug zu planen. Neben Gartenanlagen, dem Nationaltheater in der Nähe und zahlreichen Kirchen ist die Neustadt ein beliebtes Viertel, um sich neu einzukleiden oder einfach an den Schaufenstern entlangzubummeln.
Auch das Nachtleben in Prag ist ausgeprägt, mit unzähligen Diskotheken, Bars und Musikclubs. Bei Besuchern beliebt sind geführte Touren wie die Prague Riverside Parties, bei denen ein mobiler Bar-Wagen die Gruppe durch die Kleinseite begleitet, inklusive Abendessen am Moldauufer. Wer die Stadt lieber in eigenem Tempo erkundet, findet in der Altstadt und rund um den Wenzelsplatz ebenso viele Adressen für einen ruhigeren Abend.
Quellen:
https://heute-erlebt.de/prag-ausflug-bilder
https://www.dresdenausflug.de/von-dresden-nach-prag-nur-140km







